Steuerentlastungen für die Firmenrente nutzen

April 2010 | Der MCC-Kongress in Köln zu bAV-Trendthemen empfiehlt nettoneutrales Sparen für die Betriebsrente und rückt vermögenswirksame Leistungen „als Turbo“ in den Fokus.

„Das Steuergeschenk aus dem Bürgerentlastungsgesetz und Konjunkturpaket II sollten Arbeitnehmer für die Betriebsrente einsetzen und gleich mehrfach profitieren“, erklärte Siegfried Hischke, Leiter Produktmanagement Firmen bei HDI-Gerling Leben, auf dem MCC-Kongress am 23.02.2010 zum „Zukunftsmarkt Altersvorsorge 2010“ in Köln. „Wir empfehlen ein Paket aus Entgeltumwandlung mit den bekannten Steuer- und Sozialversicherungsersparnissen in Kombination mit vermögenswirksamen Leistungen.“

Mit dem Bürgerentlastungsgesetz die Lohnnebenkosten senken

Die staatlichen Förderungsmaßnahmen aus Konjunkturpaket II und Bürgerentlastungsgesetz bescheren Arbeitnehmern, Beamten und Selbständigen seit Jahresbeginn ein deutliches Plus im monatlichen Netto-Einkommen. Dies zeigte der bAV-Produktchef den rund 200 Teilnehmern des MCC-Kongresses anhand eines Beispielfalls. So hat ein 32-jähriger Single mit einem Jahresbruttoeinkommen von 35.000 Euro seit dem 01.01.2010 monatlich rund 85 Euro mehr in der Tasche. Investiert er diesen Betrag in eine betriebliche Altersversorgung (bAV), kann sein monatlicher Vorsorgebeitrag durch zusätzliche Steuer- und Sozialversicherungsersparnisse nahezu verdoppelt werden, ohne das „alte“ Nettoeinkommen zu belasten. Der beispielhafte Single steigert mit Hilfe des staatlichen Förderpakets seinen Vorsorgebeitrag von 85 auf etwa 165 Euro pro Monat. „Davon profitiert wiederum auch der Arbeitgeber“, fügte der bAV-Produktexperte Hischke an. „Denn jede Umwandlung von Entgelt zugunsten einer bAV senkt die Lohnnebenkosten um aktuell 19,32 Prozent.“
Und es gehe noch besser, so Hischke. Die steuer- und sozialversicherungsfreie Umwandlung der vermögenswirksamen Leistungen in bAV-Beiträge steigert den Sparbeitrag nochmalig. Im Beispiel können dann sogar 216 Euro monatlich nettoneutral investiert werden. Der Vorteil zeigt sich auch auf Arbeitgeberseite: Dieser spart hierbei rund 500 Euro pro Mitarbeiter und Jahr.

Modelle zur Mischfinanzierung führen zu einer dreifachen Win-Situation

Der bAV-Produktchef hatte noch einen weiteren Tipp für Unternehmer. „Um möglichst viele Mitarbeiter zum Mitmachen zu motivieren, setzen wir auf Modelle zur Mischfinanzierung“, empfahl der HDI-Gerling-Produktexperte. Werden die steuerlichen Entlastungen aus den Gesetzesreformen zusätzlich mit einem Eigenbeitrag des Arbeitgebers unterstützt, wird die Teilnahmequote erfahrungsgemäß deutlich steigen. Hischke: „Dann sprechen wir von einer dreifachen Win-Win-Win-Situation:

  • Arbeitnehmer sparen effizient für die meist unzureichende Altersvorsorge ohne Konsumverzicht,
  • Unternehmer reduzieren nachhaltig ihre Lohnnebenkosten durch hohe Beteiligungsquoten und
  • bAV-Berater überzeugen mit kernigen Argumenten.“

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