Photovoltaikanlagen: Geringere Förderung, hohe Schäden

Die staatliche Förderung von Solarstrom wird in zwei Schritten abgesenkt. Damit sich eine Photovoltaikanlage im Laufe der Jahre bezahlt macht, muss sie reibungslos und ohne Störungen funktionieren. Genau dies ist aber häufig nicht der Fall.

Nach einigem Hin und Her hat sich die Regierungspolitik darauf verständigt, die Absenkung der Fördersätze von Solarstrom zeitlich zu strecken und damit abzumildern. Gegenüber dem bisherigen Entwurf zum Erneuerbaren-Energien-Gesetz gelten damit folgende Änderungen: In einer ersten Degressionsstufe wurde der Vergütungssatz am 1. Juli dieses Jahres für die Stromeinspeisung von Dachflächenanlagen um 13 Prozent gesenkt. Bei Freiflächenanlagen auf so genannten Konversionsflächen, wie beispielsweise Militärflächen oder ehemalige Industriestandorte, wurde der Vergütungssatz um 8 Prozent herabgesetzt. Bei Anlagen auf sonstigen Freiflächen, also beispielsweise in Gewerbegebieten, erhält der Betreiber eine zwölfprozentige geringere Vergütung. Der jeweils gegenüber dem ursprünglichen Entwurf fehlende Absenkungsschritt um weitere drei Prozent wird erst zum 1. Oktober 2010 nachgeholt. Ansonsten bleibe der Gesetzesentwurf unverändert. Dies betreffe auch die Streichung der Vergütung bei Anlagen auf Ackerflächen.

Schadenregulierungen um 40 Prozent gestiegen

Zusehends Probleme bereitet der Ausfall von Photovoltaikanlagen aufgrund von Qualitätsmängeln. Das bestätigen jetzt veröffentlichte Zahlen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in Berlin. So wurden im Jahr 2008 rund 4.200 Solarstromanlagen von den deutschen Versicherern reguliert. Dies entspricht einem Anstieg um 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Zwei Drittel aller Beschädigungen sind auf Stürme, Schneelasten und Brände zurückzuführen. Für die beschädigten Anlagen zahlten die Versicherer rund 14 Millionen Euro an ihre Kunden.

Fehlerhafte Installation ist häufigste Schadenursache

Laut GDV ist in den meisten Fällen der Installateur für den Schaden verantwortlich: Falsche Bauteile, Planungs- oder Installationsfehler machen eine Solarstromanlage schnell zu einem Zuschussgeschäft. „Nicht jeder, der Solarstromanlagen installiert, versteht sein Handwerk“, heißt es beim Branchenverband, weshalb die Planung und Errichtung einer Solarstromanlage in die Hände qualifizierter Fachbetriebe gehören. Wenn eine Anlage beschädigt wird, wird es teuer: Die Versicherer zahlten für beschädigte Photovoltaikanlagen durchschnittlich 3.269 Euro an ihre Kunden.

Errichtern wie Betreibern von Photovoltaik-Anlagen bietet HDI-Gerling Industrie als marktführender Industrieversicherer in Deutschland ebenso wie im Ausland eine umfassende Absicherung der technischen Risiken. Bedarfsgerecht können dabei die unterschiedlichen Projektphasen abgesichert werden. Dies gilt auch für den Versicherungsschutz bei Betriebsunterbrechungen, um existenzielle Risiken von Beginn an weitestgehend zu vermeiden.

Weitere Informationen erhalten Sie bei Sven Müller, Tel.: 0511/645-4813 oder per E-Mail an: Sven.Mueller@HDI-Gerling.de

5-Punkte-Checkliste für einen dauerhaften Betrieb

  1. Wählen Sie einen qualifizierten und erfahrenen Betrieb. Fragen Sie nach Referenzprojekten und dem Gütesiegel „RAL-Solar“ der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie e.V.
  2. Besprechen Sie alle erforderlichen Maßnahmen direkt am Objekt. Insbesondere muss die Statik des Daches geprüft werden.
  3. Lassen Sie sich alle Maßnahmen einschließlich der verwendeten Komponenten dokumentieren; Hilfestellung bietet der Anlagenpass u. a. herausgegeben vom Bundesverband Solarwirtschaft und dem deutschen Elektrohandwerk.
  4. Informieren Sie den Gebäudeversicherer und Netzbetreiber über die Installation der Anlage.
  5. Um sicherzustellen, dass die Anlage fehlerfrei funktioniert, sollte sie im laufenden Betrieb regelmäßig überprüft werden. Die korrekte Wartung einer Solarstromanlage ist Sache eines qualifizierten Fachmanns.

Quelle: GDV

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