Tipps und Hinweise - Winter

Alljährlich werden viele Autofahrer vom Wintereinbruch überrascht. Prompt werden sie beim ersten Schnee zu Verkehrshindernissen und gefährden sich selbst und andere Verkehrsteilnehmer. Der AvD rät deshalb, jetzt das Fahrzeug für kommende winterliche Witterungsverhältnisse zu präparieren.

Das Auto rechtzeitig für den Winter rüsten

  • Reifen wechseln – fällt der erste Schnee, muss mit Wartezeiten beim Händler gerechnet werden. Für Winterreifen gilt eine Mindestprofiltiefe von 4 mm. Moderne Winterreifen haben Gummi-Beimischungen, die die Traktion erheblich verbessern.
  • Batterie prüfen lassen - altersschwache (sechs bis acht Jahre alte) Akkus sollten ausgetauscht werden.
  • Frostschutz im Kühlsystem prüfen. Eine Spindel gibt Aufschluss über den Glykol-Anteil. Optimal ist ein Frostschutz für 25 bis 35 Grand minus. Keine Billigprodukte wählen, weil Frostschutz in modernen Motoren mit hochwertigsten Werkstoffen harmonieren muss! Das Scheibenwischwasser muss ebenfalls mit Zusätzen versehen werden, damit es nicht einfriert.
  • Türdichtungen bzw. Gummiteile mit Spezialfett behandeln (Hirschtalg, Glyzerin)
  • Türschlösser schmieren (z. B. Graphitpuder, Schlossöl)
  • Gummis der Scheibenwischer prüfen und ggf. erneuern.
  • Lichtanlage überprüfen, Ersatzlampen-Set mitführen
  • Folgende Grundausstattung gehört in jedes Auto:
    Eiskratzer, Handfeger, Defroster-Spray, Frostschutzmittel, Starthilfekabel, Klappspaten, Feuerzeug, Taschenlampe, Gummi-Fußmatten (mit Zeitungspapier unterlegen, das öfter gewechselt werden sollte), Türschlossenteiser (den man jedoch nicht im Fahrzeug lagert, sondern besser "am Mann" hat)

Für längere Fahrten

Dicke Jacken, Handschuhe, eine Wolldecke pro Sitzreihe, Winterstiefel, Autoatlas, Proviant, Heissgetränk in einer Thermoskanne – so ist man auch gegen einen Dauerstau gewappnet.

Auto-Winterstart

Das komplette Auto von Schnee und Eis befreien. Die Scheiben sollten häufiger auch von innen gereinigt werden; sind sie verschmutzt, beschlagen sie bei extremer Feuchtigkeit schneller.

Freigekratzte "Gucklöcher" sind strafbar und gefährlich. Schneereste auf dem Dach oder der Motor- bzw. Kofferraumhaube können zu gefährlichen Geschossen und plötzlichen Sichtbehinderungen werden. Nach dem Motor-Start sofort losfahren – das sogenannte Warmlaufen bringt unnötige Abgasbelastung und schadet langfristig dem Motor, weil das Motoröl durch Kondensate riskant verdünnt wird.

Fahrerego auf Winterbetrieb umstellen:

  • Längere Fahrzeiten einkalkulieren
  • Deutlich mehr Abstand halten
  • Tempo anpassen und drosseln
  • Frühzeitiger und sanfter abbremsen
  • Rechtzeitig Abblendlicht einschalten
  • Konzentrierter und vorausschauender fahren
  • Vor der Winterreise das Auto volltanken und rechtzeitig die nächste Tankstelle ansteuern
  • Während der Fahrt die extremsten Stromverbraucher (Heckscheibenheizung) ausschalten, bei langwierigen Staus Licht abschalten und Motor abstellen – alle 15 min. wieder starten, damit die Lichtmaschine im Stand die Batterie lädt.

Achtung bei Reifglätte

Bei Bodenfrost und extremer Luftfeuchtigkeit schlägt sich diese in winzigen Eiskristallen auf der Fahrbahnoberfläche nieder. Rutschgefahr!

Achtung bei Fahrzeugen mit Frostwarnsystemen

Das System zeigt dabei oft keine Minusgrade an! Ab 4° Celsius muss mit Eisglätte gerechnet werden.

Achtung beim Hinweisschild Taumittel-Sprühanlagen

Hier wird dem Autofahrer signalisiert, dass an dieser gefährdeten Stelle mittels seitlich angebrachter Düsen flüssiges Taumittel auf die Fahrbahn gesprüht wird. Es ist jedoch keinesfalls der Garant für eine ständig eisfreie Straße!

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