Unwetter in Deutschland - Schutz vor den Folgen des Klimawandels
Juli 2008 | "Während noch die Äste vom letzten Gewitter zusammengefegt werden, drohen schon die nächsten Unwetter. Heute muss im Süden lokal mit Unwetter gerechnet werden. Im Norden und Nordosten ist auch Sturm zu erwarten. Nach einer kurzen Beruhigung des Wetters kommt am Mittwoch und Donnerstag subtropische Luft, die Gewitter und Unwetter mit sich bringen kann. Seit Wochen erleben wir in Deutschland einen Wechsel von schwülem Wetter und heftigen Regenfällen, teilweise mit Sturm. Ende Mai kam es zu einer Schwergewitterlage, die oft lokal eingegrenzt zu schwersten Unwettern führte."
Solche und ähnliche Meldungen erreichen uns fast täglich.
Regengüsse mit 20 bis 40 Litern Niederschlag pro Quadratmeter binnen 30 bis 60 Minuten waren keine Seltenheit, Spitzenwerte lagen sogar bei 80 bis deutlich über 100 Litern pro Quadratmeter binnen ein bis drei Stunden. An einem der vergangenen Wochenenden wurden binnen 90 Minuten bis zu 21.000 Blitzentladungen in Deutschland registriert. Die Saison 2007/2008 umfasst bislang 48 Sturmtiefs, davon 8 Orkantiefs. In ähnlicher Größenordnung lag der Vorjahreszeitraum mit 54 Sturmtiefs, davon 17 Orkantiefs. Vor allem nehmen die Schwergewitterlagen zu.
Weitere Aussichten
Blickt man ins Auge des Taifuns "Fengshen" der über die Philippinischen Inseln dahinraste und eine Schneise der Verwüstung hinterließ, oder auf die Überschwemmungen des Mississippi, wird klar, dass es nicht nur lokale Wetterkapriolen im Frühsommer sind. Solche Jahrhundertfluten werde es demnächst "alle 15 Jahre" geben, stimmt die US-Regierung die Bevölkerung schon mal ein. Der US-Präsident hat nach ersten Hilfszusagen nun den Kongress gebeten, die Budgets aufzustocken.
Solch dramatische Ereignisse machen immer wieder deutlich, dass Unwetter nicht mehr an bestimmte Jahreszeiten gebunden sind und tatsächlich jeden treffen können. So nehmen insbesondere Gewitter und Stürme an Häufigkeit und Stärke zu. Besonders brisant dabei ist: Der Anstieg der Geschwindigkeit eines Sturms um 6 Prozent erhöht seine Zerstörungskraft um 50 Prozent.
Der richtige Schutz
Schäden übersteigen die eigene Finanzkraft: Neben dem Kostenaufwand für die Wiederherstellung von Gebäuden, deren Ausstattung und Einrichtung gibt es ein erhebliches Kostenrisiko während der Zeit der Reparatur bzw. der Wiederherstellung des Gebäudes, z. B. durch die Aufwände für eine Ersatzunterkunft.
Durch einen adäquaten Versicherungsschutz lässt sich in den allermeisten Fällen vermeiden, dass dem Unglück finanzielle Sorgen und Existenznöte folgen. Zusätzlich zum Ersatz des finanziellen Schadens helfen Versicherungen maßgeblich bei der Koordination der Schadenbeseitigung.
Was jedoch vielen Menschen nicht bewusst ist: Gerade für Elementar- und Witterungsschäden ist der bestehende Versicherungsschutz häufig lückenhaft - im beruflichen und auch im privaten Bereich.
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